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Abdecktest
Einseitiges oder wechselseitiges Abdecken der Augen zum Ausschluss oder zur Feststellung von Fehlstellungen (Schielen, Phorien).

Abduktion
Drehen des Augapfels nach außen, von der Nase weg.

Aberrometrie (Wellenfrontanalyse)
Messung von Brechungsfehlern höherer Ordnung, siehe moderne Diagnostik.

Adaption
Adaption wird die Anpassungsfähigkeit der Lichtrezeptoren der Netzhaut an unterschiedliche Helligkeitsverhältnisse genannt.

Adduktion
Drehen des Augapfels nach innen, zur Nase hin.

Aderhaut
Die Aderhaut ist der größte Abschnitt der mittleren Augenhaut und bildet die Mittelschicht zwischen weißer Augenhaut (Lederhaut) und Netzhaut im Augapfel.

AION (Anteriore Ischämische Opticus Neuropathie)
Durchblutungsstörungen des vorderen Sehnerven durch Gefäßverschlüsse bzw. Gefäßerkrankungen.

Akkommodation
Fähigkeit des Auges zur Naheinstellung mit der Fähigkeit unterschiedlich weit entfernte Gegenstände scharf zu sehen.

Allergen
Die Allergie auslösende Substanz.

Allergie
Überempfindlichkeitsreaktion auf bestimmte Substanzen wie Medikamente, Tierhaare, Pollen, Nahrungsmittel u.A. mit ggf. schweren Reaktionen (Asthma, Kreislaufzusammenbruch) oder leichteren Reaktionen wie Hautrötungen oder Bindehautreizungen (Heuschnupfen).

Alterssichtigkeit
Auch Presbyopie ist der altersbedingte Verlust der Flexibilität der Linse. Dies führt zur Einschränkung und zum Verlust der Akkommodation.

Amblyopie
Schwachsichtigkeit meist eines Auges, die als Folge einer Entwicklungsstörung der optischen Abbildung im Auge entsteht. Beispiele sind Trübungen der Hornhaut und Linse, ein Schielen oder Brechkraftunterschiede der Augen. Entscheidend ist das Lebensalter, nach dem 5.Lebensjahr ist eine Amblyopieentwicklung kaum noch möglich, leider aber auch nur selten rückgängig zu machen.

AMD
Siehe Makuladegeneration, altersbedingte.

Ametropie
Fehlsichtigkeit allgemein.

Amsler-Netz
Gitternetz zur Prüfung von Defekten/Verzerrungen im Betrachtungsabstand je Auge. Ein Fortschreiten oder ein Neuauftreten einer Makulaerkrankung kann vom Patienten damit einfach und zuhause überprüft werden.

Anamnese
Anamnese ist die Vorgeschichte des Patienten, meist auf das Krankheitsgeschehen bezogen.

Aniseikonie
Ungleiche Bildgrößen am Augenhintergrund, zumeist durch Brechkraftänderung oder Unterschied beider Augen. Soll durch moderne Operationsmethoden vermieden werden (nach Cataract-OP , nach refraktiven Eingriffen wie Lasik).

Anisokorie
Ungleiche Pupillenweite.

Anisometropie
Unterschiedliche Brechkraft beider Augen. Soll durch moderne OP Methoden vermieden werden, kann nach einseitiger OP vorrübergehend auftreten und störend sein.

Anomaloskop
Ist ein Untersuchungsinstrument, mit dessen Hilfe Farben gemischt und festgestellt werden kann, ob bei Patienten eine Störung des Farbsehens vorliegt.

Anti-VEGF
Medikamentengruppe zur Behandlung von Netzhauterkrankungen.

Aphakie
Fehlen der Augenlinse. Operativ oder traumatisch (Unfall, Verletzung) möglich.

Argonlaser
Laser mit therapeutischem Einsatz im Auge bei Netzhautblutungen (Diabetes, Thrombose) Netzhautdefekten/löchern bei Behandlungen bei AMD und Glaukom.

Asthenopie
Mangelnde Ausdauer oder Störung des Nahsehens. Möglich durch muskuläres Ungleichgewicht, nervale Störung oder unzureichende Sehleistung anderer Ursachen.

Astigmatismus
Auch Stabsichtigkeit, Hornhautverkrümmung. Bedeutet unterschiedliche Brechkraft der Hornhaut in zwei senkrecht zueinander stehenden Ebenen. Anders ausgedrückt, die Hornhaut ist nicht wie eine gleichmäßige Kugel gewölbt. Ausgeglichen wird der A. mit Zylindergläsern in Brillen, torischen Kontaktlinsen oder Intraokularlinsen. Auch Lasikbehandlungen können diesen Brechkraftfehler beseitigen.

Atrophie
Rückbildung eines Organs oder eines Gewebes.

Atropin
In der Augenheilkunde häufig verwendetes Medikament. Erweiterung der Pupille für Tage und Lähmung des Ciliarmuskels und damit der Akkommodation. Mögliche Nebenwirkungen bei Kindern Herzrasen und Hautrötungen.

Auge
Auch Oculus. Das Auge ist das Sehorgan von Mensch und Tier. Der adäquate Reiz für dieses Sinnesorgan ist beim Menschen elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge von etwa 350 nm bis etwa 750 nm. Im Auge erzeugt der empfangene Reiz eine Änderung der Erregung in den ableitenden Nervenbahnen. Das Auge steht am Anfang der Sehbahn, die im Gehirn diese Erregungsänderung zum visuellen Cortex weiterleitet. Dort und in anderen übergeordneten Zentren werden die vom Auge stammenden Erregungsmuster schließlich zur Empfindung von Licht und Farbe verarbeitet.

Augenhintergrund
Rückwärtiger innerer Teil des Augapfels. Hier kann mithilfe des Augenspiegels der Sehnervenkopf, die Makula (Stelle des schärfsten Sehens), die Netzhaut, die Aderhaut und das Gefäßsystem gesehen und beurteilt werden.

Augenhöhle
Auch Orbita. Aus verschiedenen Schädelknochen geformte Höhle, in der sich der Augapfel geschützt bewegt. Weiter beinhaltet sie die Augenmuskeln, den Sehnerven, Gefäße und Nerven, die Tränendrüse und die ableitenden Tränenwege sowie den Lidapparat und polsternde Fettdepots.

Augeninnendruck
Siehe Tensio.

Augenspiegeln
Siehe Ophthalmoskopie.

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